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Ein dreizehnter, falscher Monat

Ein dreizehnter, falscher Monat

Eine Lesung aus Bruno Schulz „Zimtläden“, dem Tagebuch Leon Weliczker Wells und dem Tagebuch von Felix Landau

Das Tagebuch des SS-Hauptscharführers und Organisators der „Judenarbeit“ im besetzten Galizien, Felix Landau, gilt als einzigartiges Zeugnis der Shoa aus der Sicht eines NS-Verbrechers.

Leon Weliczker Wells stand auf der anderen Seite der Geschehnisse. Er stammte aus der jüdischen Bevölkerung Lembergs und musste mit einigen anderen Gedungenen zig-tausende von Leichen der NS-Massaker in und um Lemberg exhumieren und verbrennen um überleben zu können.

Der jüdische Schriftsteller und Maler Bruno Schulz dagegen „war einer von denen, deren Gesicht Gott mit seiner Hand im Schlaf gestreichelt hat, so dass sie sehen, was sie nicht sehen, sich mit Einfällen und Vermutungen füllen und an ihren geschlossenen Lidern die Reflexe ferner Welten vorbeiziehen.“ Er entzog sich der grauenvollen Wirklichkeit durch Poesie.

 

Gelesen von Wolfram B. Starczewski und Casimir Paltinger

Karlingerhaus, 8. Feber 2022, 19.30 Uhr

Es gilt die 2G-Regel für den Besuch der Veranstaltung.

Trailer https://youtu.be/ya8HkYdjKoU